{"id":274,"date":"2026-10-04T16:30:00","date_gmt":"2026-10-04T15:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/landesbewerb2015.at\/?p=274"},"modified":"2026-10-04T16:30:00","modified_gmt":"2026-10-04T15:30:00","slug":"rueckgrat-der-gemeinden-warum-das-system-freiwillige-feuerwehr-in-oesterreich-unverzichtbar-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/landesbewerb2015.at\/?p=274","title":{"rendered":"R\u00fcckgrat der Gemeinden: Warum das System Freiwillige Feuerwehr in \u00d6sterreich unverzichtbar bleibt"},"content":{"rendered":"<h2>Sicherheit rund um die Uhr aus der Mitte der Gesellschaft<\/h2>\n<p>Die Freiwillige Feuerwehr ist in \u00d6sterreich weit mehr als eine Einsatzorganisation. Sie ist eine unverzichtbare S\u00e4ule des Katastrophenschutzes, der \u00f6rtlichen Sicherheit und des gesellschaftlichen Lebens. Besonders in l\u00e4ndlichen Gemeinden sorgt sie daf\u00fcr, dass Hilfe auch dort rasch verf\u00fcgbar ist, wo keine st\u00e4ndig besetzte Berufsfeuerwehr in unmittelbarer N\u00e4he steht. Hinter dieser Leistungsf\u00e4higkeit stehen Menschen, die neben Beruf, Familie und anderen Verpflichtungen regelm\u00e4\u00dfig \u00fcben, Fahrzeuge und Ger\u00e4te warten und im Ernstfall jederzeit ausr\u00fccken.<\/p>\n<p>Die Zahlen zeigen die Bedeutung eindrucksvoll. \u00d6sterreichs Feuerwehren verzeichneten 2025 insgesamt 254.598 Eins\u00e4tze. Davon entfielen 164.518 auf technische Eins\u00e4tze, 64.991 auf Brandeins\u00e4tze und 25.089 auf sonstige T\u00e4tigkeiten. Dabei wurden, ohne Wien und Vorarlberg, 10.775 Menschen und 6.557 Tiere gerettet. Rund 99 Prozent der Feuerwehrmitglieder leisten ihren Dienst freiwillig und unbezahlt. Diese Eins\u00e4tze reichen von Unwettersch\u00e4den, Verkehrsunf\u00e4llen und Menschenrettungen bis zu Br\u00e4nden, Tierrettungen und Hilfeleistungen bei technischen Gebrechen.<\/p>\n<p>Im Ortsgebiet ist dieses Engagement unmittelbar sichtbar. Feuerwehrh\u00e4user sind Ausbildungsst\u00e4tten, Treffpunkte und im Katastrophenfall wichtige Drehscheiben. Feuerwehrfeste, \u00dcbungen mit Schulen und Veranstaltungen st\u00e4rken den Zusammenhalt und machen sichtbar, dass Sicherheit nicht allein durch Technik entsteht, sondern durch verl\u00e4ssliche Menschen. Gleichzeitig ver\u00e4ndern sich Arbeitswelten, Familienstrukturen und Wohnorte. Damit das System zukunftsfit bleibt, braucht es deshalb aktive Nachwuchsf\u00f6rderung, zeitgem\u00e4\u00dfe Rahmenbedingungen und breite gesellschaftliche R\u00fcckendeckung.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1080\" height=\"720\" src=\"https:\/\/landesbewerb2015.at\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/10\/selected-02-fire-department-community-training-optimized.jpg\" alt=\"Two firefighters spray water on a burning training structure\" class=\"wp-image-273\" srcset=\"https:\/\/landesbewerb2015.at\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/10\/selected-02-fire-department-community-training-optimized.jpg 1080w, https:\/\/landesbewerb2015.at\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/10\/selected-02-fire-department-community-training-optimized-300x200.jpg 300w, https:\/\/landesbewerb2015.at\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/10\/selected-02-fire-department-community-training-optimized-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/landesbewerb2015.at\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/10\/selected-02-fire-department-community-training-optimized-768x512.jpg 768w, https:\/\/landesbewerb2015.at\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/10\/selected-02-fire-department-community-training-optimized-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><figcaption>Regular training turns voluntary commitment into reliable emergency readiness, strengthening safety across the entire community.<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Das organisatorische Fundament der Feuerwehren in \u00d6sterreich<\/h2>\n<p>Das \u00f6sterreichische Feuerwehrwesen ist f\u00f6deral aufgebaut und in den Gemeinden verankert. Die \u00f6rtliche Feuerwehr kennt Gefahrenstellen, Verkehrswege, Betriebe, Gew\u00e4sser und besonders sch\u00fctzenswerte Einrichtungen im eigenen Einsatzgebiet. Dar\u00fcber stehen Bezirks- und Landesstrukturen, die Ausbildung, Koordination und Unterst\u00fctzung sicherstellen. Auf Bundesebene b\u00fcndelt der \u00d6sterreichische Bundesfeuerwehrverband wichtige Interessen und vertritt das Feuerwehrwesen gegen\u00fcber politischen Entscheidungstr\u00e4gern und anderen Institutionen. Einen kompakten \u00dcberblick \u00fcber Aufbau und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Feuerwehr_in_%C3%96sterreich\" target=\"_blank\">gesetzliche Grundlagen der Feuerwehr in \u00d6sterreich<\/a> bietet eine weiterf\u00fchrende \u00dcbersicht.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bev\u00f6lkerung ist entscheidend, dass diese Ebenen im Einsatz ineinandergreifen. Bei gr\u00f6\u00dferen Ereignissen werden zus\u00e4tzliche Feuerwehren aus Nachbargemeinden oder Bezirken alarmiert. Polizei, Rettungsdienst, Wasserrettung, Energieversorger, Gemeinden und gegebenenfalls das Bundesheer arbeiten nach Lagebild und Zust\u00e4ndigkeit zusammen. Bei einem gro\u00dffl\u00e4chigen Unwetter m\u00fcssen beispielsweise gleichzeitig Keller ausgepumpt, Verkehrswege freigemacht, Geb\u00e4ude kontrolliert und verletzte Personen versorgt werden. Klare F\u00fchrungsstrukturen und regelm\u00e4\u00dfige gemeinsame \u00dcbungen sind daher keine Formalit\u00e4t, sondern eine Voraussetzung daf\u00fcr, dass alles reibungslos abl\u00e4uft.<\/p>\n<table>\n<tr>\n<th>Kennzahl f\u00fcr 2025<\/th>\n<th>Wert<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Feuerwehren in \u00d6sterreich<\/td>\n<td>4.752<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gesamtzahl der Mitglieder<\/td>\n<td>357.187<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Mitglieder der Feuerwehrjugend<\/td>\n<td>38.713<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Gesamteins\u00e4tze<\/td>\n<td>254.598<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Technische Eins\u00e4tze<\/td>\n<td>164.518<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Brandeins\u00e4tze<\/td>\n<td>64.991<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Die Mitgliederentwicklung enth\u00e4lt mehrere wichtige Signale. Die Gesamtzahl ist 2025 leicht gestiegen, w\u00e4hrend die Zahl der aktiven Mitglieder geringf\u00fcgig zur\u00fcckging. Gleichzeitig wuchs die Feuerwehrjugend auf 38.713 junge Menschen im Alter von acht bis 16 Jahren. Auch der Anteil der Frauen nimmt langfristig zu. 2025 waren 38.283 Frauen Mitglied, das entspricht rund elf Prozent. Diese Entwicklung zeigt, dass die Zukunftssicherung nicht nur eine Frage zus\u00e4tzlicher Mitglieder ist, sondern auch der offenen Ansprache bisher weniger erreichter Gruppen.<\/p>\n<h2>Herausforderungen im internationalen Vergleich und Lehren f\u00fcr die Heimat<\/h2>\n<p>Ein Blick \u00fcber die Grenzen macht deutlich, wie empfindlich freiwillige Systeme auf gesellschaftliche Ver\u00e4nderungen reagieren. In den USA stellen Freiwillige laut einer Analyse der <a href=\"https:\/\/www.bbc.com\/worklife\/article\/20240124-the-dire-shortage-of-volunteer-firefighters-in-the-us\" target=\"_blank\">BBC \u00fcber den Mangel an freiwilligen Feuerwehrkr\u00e4ften<\/a> rund 65 Prozent der mehr als eine Million Feuerwehrleute. Viele l\u00e4ndliche Abteilungen k\u00e4mpfen dort mit sinkenden Mitgliederzahlen, steigenden Einsatzzahlen und einer \u00dcberalterung der Mannschaften. Berufliche Anforderungen, Betreuungspflichten, Abwanderung und h\u00f6here Anforderungen im Einsatz erschweren die Gewinnung und Bindung neuer Kr\u00e4fte.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich ist nicht automatisch mit den Vereinigten Staaten vergleichbar. Die organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen unterscheiden sich. Das Grundproblem ist jedoch \u00e4hnlich: Wenn tags\u00fcber immer mehr Menschen au\u00dferhalb ihrer Gemeinde arbeiten und private Verpflichtungen zunehmen, wird die Verf\u00fcgbarkeit im Alarmfall schwieriger. Gemeinden und Arbeitgeber m\u00fcssen daher gemeinsam L\u00f6sungen entwickeln. Dazu geh\u00f6ren flexible Freistellungen, planbare Ausbildungszeiten, Unterst\u00fctzung f\u00fcr Kinderbetreuung und eine faire Abgeltung tats\u00e4chlicher Belastungen. Besonders Selbst\u00e4ndige und Landwirte d\u00fcrfen bei Entsch\u00e4digungsmodellen nicht \u00fcbersehen werden.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlichen Druck erzeugen klimabedingte Extremwetterlagen. 2026 r\u00fcckten laut \u00d6sterreichischem Bundesfeuerwehrverband rund 55.000 Feuerwehrleute zu etwa 3.500 Wald- und Vegetationsbr\u00e4nden aus. Trockene B\u00f6den, steiles Gel\u00e4nde, Schutzgebiete, m\u00f6gliche Blindg\u00e4nger und mehrere gleichzeitige Einsatzstellen erschweren die Arbeit. F\u00fcr eine zukunftsfeste Vorbereitung sind daher mehrere Bereiche wichtig:<\/p>\n<ul>\n<li>Verl\u00e4ssliche \u00f6ffentliche Finanzierung f\u00fcr Spezialfahrzeuge, Schutzbekleidung, L\u00f6schtechnik und Ausbildung<\/li>\n<li>Ausreichend verf\u00fcgbare Hubschrauber und geeignete L\u00f6schwasserbeh\u00e4lter f\u00fcr schwer zug\u00e4ngliche Einsatzgebiete<\/li>\n<li>Gemeinsame Einsatzplanung von Gemeinden, Feuerwehren, Forstbeh\u00f6rden, Rettungsorganisationen und Bundesstellen<\/li>\n<li>Faire Freistellungs- und Entsch\u00e4digungsregelungen f\u00fcr Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer, Selbst\u00e4ndige und b\u00e4uerliche Betriebe<\/li>\n<li>Langfristige Nachwuchsarbeit, damit Spezialwissen nicht mit einzelnen erfahrenen Mitgliedern verloren geht<\/li>\n<\/ul>\n<p>Seit 2020 wurden mehr als 20 Millionen Euro aus Feuerwehrmitteln, unterst\u00fctzt durch den Waldfonds, in Fahrzeuge, Ausr\u00fcstung, Schutzbekleidung, Hubschrauberbeh\u00e4lter, St\u00fctzpunkte, Flugoperationen, Treibstoff und Ausbildung investiert. Diese Aufwendungen zeigen, dass moderne Waldbrandbek\u00e4mpfung nicht allein aus den Budgets einzelner Gemeinden finanziert werden kann. Nationale Koordination und dauerhaft gesicherte Mittel sind notwendig, damit freiwillige Einsatzkr\u00e4fte nicht nur motiviert, sondern auch mit geeigneten Mitteln ausgestattet sind.<\/p>\n<h2>Schritt f\u00fcr Schritt aktiv werden f\u00fcr Sicherheit und Dorfgemeinschaft<\/h2>\n<p>Der Einstieg in die Freiwillige Feuerwehr beginnt meist unkompliziert mit einem Gespr\u00e4ch. Interessierte sollten rechtzeitig das \u00f6rtliche Feuerwehrkommando kontaktieren und nach einem Schnuppertermin, den n\u00e4chsten \u00dcbungen und den M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Kinder, Jugendliche oder Erwachsene fragen. Die konkreten Voraussetzungen und Ausbildungsabl\u00e4ufe k\u00f6nnen je nach Bundesland und Feuerwehr unterschiedlich geregelt sein. Wichtig sind vor allem Verl\u00e4sslichkeit, k\u00f6rperliche und psychische Eignung, Bereitschaft zur Ausbildung und die F\u00e4higkeit, im Team zu arbeiten.<\/p>\n<p>F\u00fcr junge Menschen bietet die Feuerwehrjugend einen gesch\u00fctzten und altersgerechten Zugang. Dort stehen Kameradschaft, technische Grundlagen, Erste Hilfe, Brandschutz und verantwortungsbewusstes Verhalten im Mittelpunkt. Sp\u00e4ter erfolgt der \u00dcbergang in den Aktivdienst schrittweise und mit entsprechender Ausbildung. Auch Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sind wichtig. Wer erst im Erwachsenenalter zur Feuerwehr kommt, bringt oft berufliche Kenntnisse, handwerkliche F\u00e4higkeiten, F\u00fchrungserfahrung oder organisatorisches Talent mit.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Kontakt aufnehmen:<\/strong> Das \u00f6rtliche Kommando informiert \u00fcber Schnuppertage, \u00dcbungen, Beitritt und Ausr\u00fcstung.<\/li>\n<li><strong>Gemeinschaft kennenlernen:<\/strong> Bei Schulungen, Jugendstunden oder gemeinsamen T\u00e4tigkeiten zeigt sich, welche Aufgaben und Zeiten zur eigenen Lebenssituation passen.<\/li>\n<li><strong>Grundausbildung absolvieren:<\/strong> Nach dem Eintritt folgen die vorgesehenen Ausbildungsschritte im Feuerwehrwesen und im Bezirk.<\/li>\n<li><strong>Praxis sammeln:<\/strong> \u00dcbungen, Wartungsarbeiten und kleinere Aufgaben schaffen Sicherheit, bevor anspruchsvollere Einsatzfunktionen \u00fcbernommen werden.<\/li>\n<li><strong>Verantwortung erweitern:<\/strong> Weiterf\u00fchrende Lehrg\u00e4nge erm\u00f6glichen Spezialisierungen, etwa im Atemschutz, bei technischen Eins\u00e4tzen, in der F\u00fchrung oder im Katastrophenschutz.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Besonders wirksam ist eine fr\u00fche Verbindung zwischen Feuerwehr, Kindergarten und Schule. Die Initiative \u201eGemeinsam.Sicher.Feuerwehr&#8220; vermittelt Brandschutz, richtiges Verhalten im Notfall, Verkehrssicherheit, Blackout-Vorsorge und praktische Erfahrungen. Beim 2026 verliehenen Award im Burgenland wurden Projekte ausgezeichnet, die Sicherheitswissen mit Verantwortung und praktischer Bildung verbinden. Dort stieg die Zahl der Feuerwehrkinder unter zehn Jahren von 80 im Jahr 2020 auf 317 im Jahr 2025. Die Feuerwehrjugend wuchs im selben Zeitraum von 1.633 auf 2.323 Mitglieder.<\/p>\n<p>Auch Evakuierungs\u00fcbungen leisten einen wichtigen Beitrag. Bei einer j\u00e4hrlichen \u00dcbung an einer Volksschule und einer Sonderschule in Sitzendorf waren drei Fahrzeuge und zw\u00f6lf Feuerwehrmitglieder beteiligt. Solche Termine vermitteln Kindern und Lehrkr\u00e4ften klare Abl\u00e4ufe, ohne Angst zu erzeugen. Sie zeigen au\u00dferdem, dass Feuerwehrarbeit nicht erst beim Alarm beginnt, sondern bereits in der Vorbereitung, Aufkl\u00e4rung und Pflege von Sicherheitsroutinen.<\/p>\n<h2>Moderne Ausr\u00fcstung und zivile Schutzkonzepte im praktischen Einsatz<\/h2>\n<p>Bei Gro\u00dfschadenslagen muss die Warnung mehrere Wege gleichzeitig erreichen. Sirenen bleiben im Ort ein wichtiges Signal, insbesondere wenn Strom- oder Mobilfunkverbindungen eingeschr\u00e4nkt sind. Erg\u00e4nzend erm\u00f6glichen AT-Alert und mobile Warn-Apps eine gezieltere Information der Bev\u00f6lkerung. Am 3. Oktober 2026 fand \u00f6sterreichweit der Zivilschutz-Probealarm statt, einschlie\u00dflich Sirenenpr\u00fcfung und AT-Alert-Test. Solche Probel\u00e4ufe sollten ernst genommen werden, weil sie zeigen, welche Warnmittel funktionieren und wie die Bev\u00f6lkerung auf Signale reagiert.<\/p>\n<p>Zur praktischen Vorsorge geh\u00f6ren au\u00dferdem Notfallinformationen, ein ausreichender Vorrat f\u00fcr kurze Versorgungsunterbrechungen und die Kenntnis \u00f6rtlicher Sammel- oder Informationsstellen. Feuerwehr und Gemeinde m\u00fcssen der Bev\u00f6lkerung verst\u00e4ndlich erkl\u00e4ren, was bei Hochwasser, Waldbrand, Sturm, Blackout oder Gefahrstoffaustritt zu tun ist. Die Zusammenarbeit verschiedener Einsatzorganisationen, wie sie bei Zivil- und Katastrophenschutztagen im Salzkammergut demonstriert wird, verbessert das gemeinsame Lageverst\u00e4ndnis und die Kommunikation.<\/p>\n<ul>\n<li>Sirenen, AT-Alert und Warn-Apps erg\u00e4nzen einander und sollten regelm\u00e4\u00dfig getestet werden.<\/li>\n<li>Vegetationsbrandtechnik braucht passende Fahrzeuge, Pumpen, Schutzbekleidung, L\u00f6schwasserplanung und Ausbildung.<\/li>\n<li>Technische Bergungsger\u00e4te sind bei Verkehrsunf\u00e4llen, Geb\u00e4udesch\u00e4den und Unwettern entscheidend.<\/li>\n<li>Gemeinsame \u00dcbungen mit Rettung, Polizei, Wasserrettung, Energieversorgern und Bundesheer st\u00e4rken die Einsatzkoordination.<\/li>\n<li>Gemeinden sollten Risiken erfassen und Investitionen nach \u00f6rtlicher Gef\u00e4hrdung priorisieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Moderne Technik ersetzt dabei nicht die Mannschaft. Ein neues Einsatzleitfahrzeug, Spezialger\u00e4t oder eine leistungsf\u00e4hige Warnanlage bringt nur dann den erwarteten Nutzen, wenn Mitglieder damit regelm\u00e4\u00dfig arbeiten und die Abl\u00e4ufe bekannt sind. Deshalb geh\u00f6ren Wartung, Nachschulung und realit\u00e4tsnahe \u00dcbungen ebenso zur Investition wie die Anschaffung selbst.<\/p>\n<h2>Gemeinsam vorsorgen und den Zusammenhalt unserer Orte st\u00e4rken<\/h2>\n<p>Die Freiwillige Feuerwehr bleibt eine Lebensader der \u00f6sterreichischen Gemeinden. Sie sch\u00fctzt Menschen, Tiere, Geb\u00e4ude und Infrastruktur, unterst\u00fctzt bei Katastrophen und schafft zugleich soziale Verbindungen, die im Alltag oft untersch\u00e4tzt werden. Ihr Wert zeigt sich nicht nur in spektakul\u00e4ren Eins\u00e4tzen, sondern auch in jeder \u00dcbung, jeder Ger\u00e4tepr\u00fcfung, jeder Schulstunde und jedem Gespr\u00e4ch \u00fcber Vorsorge.<\/p>\n<p>Damit dieses System erhalten bleibt, braucht es Anerkennung, die \u00fcber Dankesworte hinausgeht. Wirtschaft und \u00f6ffentliche Hand m\u00fcssen Freistellungen und Ausbildung erm\u00f6glichen, Politik muss verl\u00e4ssliche Finanzierungsmodelle sichern, und die Bev\u00f6lkerung sollte die Arbeit der Einsatzkr\u00e4fte respektieren und unterst\u00fctzen. Wer Interesse hat, kann den ersten Schritt jederzeit mit einem Kontakt zum \u00f6rtlichen Feuerwehrkommando setzen. Jede helfende Hand, jedes neue Jugendmitglied und jede faire Unterst\u00fctzung st\u00e4rkt die Sicherheit und den Zusammenhalt der eigenen Gemeinde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sicherheit rund um die Uhr aus der Mitte der Gesellschaft Die Freiwillige Feuerwehr ist in \u00d6sterreich weit mehr als eine Einsatzorganisation. 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