{"id":270,"date":"2026-09-27T14:45:00","date_gmt":"2026-09-27T13:45:00","guid":{"rendered":"https:\/\/landesbewerb2015.at\/?p=270"},"modified":"2026-09-27T14:45:00","modified_gmt":"2026-09-27T13:45:00","slug":"loeschwasserfoerderung-im-steilhang-so-gelingt-die-relaisleitung-im-gebirge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/landesbewerb2015.at\/?p=270","title":{"rendered":"L\u00f6schwasserf\u00f6rderung im Steilhang: So gelingt die Relaisleitung im Gebirge"},"content":{"rendered":"<h2>Herausforderung Steilhang bei Brandeins\u00e4tzen im alpinen Raum<\/h2>\n<p>Brandeins\u00e4tze im \u00f6sterreichischen Bergland stellen die Wasserf\u00f6rderung vor besondere Herausforderungen. Enge Forstwege, wechselnde Steigungen, schlechte Zufahrtsm\u00f6glichkeiten und oft weit entfernte Wasserentnahmestellen treffen auf einen hohen und m\u00f6glichst gleichm\u00e4\u00dfigen Bedarf an L\u00f6schwasser. Besonders bei Wald-, Geb\u00e4ude- und Vegetationsbr\u00e4nden in Hanglagen darf die Wasserversorgung nicht erst w\u00e4hrend des Angriffes improvisiert werden. Eine \u00dcbung auf der Kinderalm in St. Veit im Pongau zeigte eindrucksvoll, wie wichtig die Kombination aus mehreren Entnahmestellen, Tankfahrzeugen und einem 10.000-Liter-Faltbeh\u00e4lter bei begrenzter Infrastruktur sein kann.<\/p>\n<p>H\u00f6hendifferenz und Schlauchreibung wirken gemeinsam. Jede Steigung nimmt Druck aus der Leitung, w\u00e4hrend lange Schlauchstrecken, Kupplungen und Verteiler zus\u00e4tzliche Verluste verursachen. F\u00fcr Einsatzleiter und Maschinisten bedeutet das: Die Relaisleitung muss vor dem Aufbau gerechnet, im Gel\u00e4nde \u00fcberpr\u00fcft und w\u00e4hrend des Betriebes laufend beobachtet werden. Ziel ist eine stabile Wassers\u00e4ule ohne unbemerkten Druckverlust, ohne gef\u00e4hrliche Druckst\u00f6\u00dfe und ohne Sch\u00e4den an Pumpen, Schl\u00e4uchen oder Armaturen.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-image size-large\">\n    <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1080\" height=\"720\" src=\"https:\/\/landesbewerb2015.at\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/selected-02-firefighters-portable-pump-alpine-optimized.jpg\" alt=\"Firefighter operates a hose beside a portable pump amid spraying water\" class=\"wp-image-269\" srcset=\"https:\/\/landesbewerb2015.at\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/selected-02-firefighters-portable-pump-alpine-optimized.jpg 1080w, https:\/\/landesbewerb2015.at\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/selected-02-firefighters-portable-pump-alpine-optimized-300x200.jpg 300w, https:\/\/landesbewerb2015.at\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/selected-02-firefighters-portable-pump-alpine-optimized-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/landesbewerb2015.at\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/selected-02-firefighters-portable-pump-alpine-optimized-768x512.jpg 768w, https:\/\/landesbewerb2015.at\/wp-content\/uploads\/sites\/3\/2026\/09\/selected-02-firefighters-portable-pump-alpine-optimized-600x400.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1080px) 100vw, 1080px\" \/><figcaption>Reliable water delivery in steep terrain depends on coordinated pump operation, careful pressure control, and preparation for changing conditions at the fire scene.<\/figcaption><\/figure>\n<h2>Physikalische Grundlagen und Faustformeln f\u00fcr den Einsatzleiter<\/h2>\n<p>Die wichtigste Faustregel f\u00fcr die Planung lautet: Pro zehn Meter geod\u00e4tischer H\u00f6hendifferenz sind ungef\u00e4hr 1 bar Druckverlust zu ber\u00fccksichtigen. Steht die Wasserentnahmestelle beispielsweise 60 Meter unterhalb einer Verst\u00e4rkerpumpe, m\u00fcssen allein f\u00fcr die H\u00f6hendifferenz rund 6 bar \u00fcberwunden werden. Dazu kommen die Reibungsverluste in den Schl\u00e4uchen sowie Verluste an Kupplungen, Verteilern, \u00dcbergangsst\u00fccken und weiteren Armaturen. Am oberen Ende der Leitung muss au\u00dferdem noch gen\u00fcgend Druck f\u00fcr die gew\u00fcnschte Wasserabgabe vorhanden sein.<\/p>\n<p>Der Reibungsverlust h\u00e4ngt nicht allein von der Schlauchl\u00e4nge ab. Entscheidend sind auch der Schlauchdurchmesser, der tats\u00e4chliche F\u00f6rderstrom, der Zustand der Schlauchleitung und die Zahl der eingebauten Armaturen. Bei einer B-Leitung mit etwa 800 bis 1.200 Litern pro Minute k\u00f6nnen die Verluste bereits deutlich ins Gewicht fallen. Tabellenwerte sind f\u00fcr die Vorbereitung hilfreich, ersetzen im Einsatz aber nicht die Kontrolle von Ein- und Ausgangsdruck. Die grundlegende Druckbilanz l\u00e4sst sich vereinfacht so darstellen: Pumpendruck ist gleich notwendiger Ausgangsdruck plus Reibungsverlust, Armaturenverluste, H\u00f6hendifferenz und erforderlicher Eingangsdruck der n\u00e4chsten Pumpe.<\/p>\n<table>\n<tr>\n<th>Planungsgr\u00f6\u00dfe<\/th>\n<th>Worauf zu achten ist<\/th>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>H\u00f6hendifferenz<\/td>\n<td>Rund 1 bar Druckverlust je 10 Meter Steigung als erste Faustregel<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>F\u00f6rderstrom<\/td>\n<td>Bei 800 bis 1.200 l\/min steigt der Reibungsverlust deutlich mit der Wassermenge<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Pumpenabstand<\/td>\n<td>So w\u00e4hlen, dass Druckreserven und sicherer Eingangsdruck erhalten bleiben<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Angriffsdruck<\/td>\n<td>Der notwendige Druck am Strahlrohr muss in der Bilanz enthalten sein<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Vor dem Leitungsaufbau wird daher zuerst der Gesamtdruckbedarf ermittelt. Dazu geh\u00f6ren die H\u00f6hendifferenz zwischen den Pumpen, die L\u00e4nge und Ausf\u00fchrung jedes Leitungsabschnittes, der gew\u00fcnschte F\u00f6rderstrom sowie der erforderliche Druck am Verteiler oder Strahlrohr. Eine verst\u00e4ndliche Einf\u00fchrung in die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/L%C3%B6schwasserf%C3%B6rderung_%C3%BCber_lange_Wegstrecken\" target=\"_blank\">L\u00f6schwasserf\u00f6rderung \u00fcber lange Wegstrecken<\/a> kann als taktische Orientierung dienen. F\u00fcr die konkrete Einsatzplanung gelten jedoch stets die \u00f6rtlichen Einsatzunterlagen, die Leistungsdaten der eingesetzten Pumpen und die Vorgaben der Feuerwehr.<\/p>\n<h2>Standortwahl und Staffelung der Verst\u00e4rkerpumpen im Gel\u00e4nde<\/h2>\n<p>Moderne Tragkraftspritzen werden im Dauerbetrieb h\u00e4ufig mit einem Nennf\u00f6rderdruck von etwa 8 bis 10 bar betrieben. Dieser Wert ist kein Freibrief, den gesamten Druckbereich auszureizen. Eine Pumpe ben\u00f6tigt auf der Saugseite einen ausreichenden Eingangsdruck, damit die Wasserzufuhr nicht abrei\u00dft und keine Kavitation entsteht. Als praktische Untergrenze gelten je nach Anlage und Betriebszustand etwa 1,5 bis 2 bar. Die konkrete Betriebsanleitung der eingesetzten Pumpe hat Vorrang, insbesondere bei gro\u00dfen F\u00f6rderstr\u00f6men, langen Zuleitungen oder stark schwankender Wasserabgabe.<\/p>\n<p>Die Verst\u00e4rkerpumpen werden so gestaffelt, dass jede Pumpe ihre Aufgabe innerhalb eines sicheren Druckbereiches erf\u00fcllen kann. Eine zu gro\u00dfe Distanz zwischen zwei Pumpen f\u00fchrt zu einem sehr niedrigen Eingangsdruck an der n\u00e4chsten Pumpe. Eine zu geringe Distanz kann hingegen unn\u00f6tige Pumpen binden und die verf\u00fcgbare Mannschaft \u00fcberfordern. Im steilen Gel\u00e4nde ist die theoretisch optimale Position nicht automatisch der beste Standort. Erreichbarkeit, sicherer Stand, Schutz vor abrutschendem Material, ausreichender Platz f\u00fcr Bedienung und Nachschub an Treibstoff sind gleichwertig zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<ul>\n<li>Standplatz auf tragf\u00e4higem, m\u00f6glichst ebenem Untergrund ausw\u00e4hlen.<\/li>\n<li>Pumpe gegen Wegrollen, Abrutschen und unbeabsichtigte Bewegungen sichern.<\/li>\n<li>Ein- und Ausgangsdruck gut ablesbar und f\u00fcr den Maschinisten zug\u00e4nglich halten.<\/li>\n<li>Schlauchf\u00fchrung vor scharfen Kanten, Fahrzeugverkehr und mechanischer Belastung sch\u00fctzen.<\/li>\n<li>Treibstoff, Beleuchtung und erforderliche Betriebsmittel rechtzeitig an die Pumpenstandorte bringen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei langen Wegstrecken sind geschlossene und offene Relaisleitungen zu unterscheiden. In einem geschlossenen System f\u00f6rdern mehrere Pumpen direkt hintereinander. Ein offenes System verwendet einen Beh\u00e4lter, beispielsweise einen Faltbeh\u00e4lter, als Puffer. Dieser entkoppelt die F\u00f6rderabschnitte hydraulisch und kann bei wechselndem Zulauf oder bei kurzen Unterbrechungen zus\u00e4tzliche Sicherheit schaffen. Die endg\u00fcltige Entscheidung h\u00e4ngt von Gel\u00e4nde, Wasserangebot, verf\u00fcgbarer Ausr\u00fcstung und Einsatzziel ab. Eine belastbare Planung muss auch den Ausfall einer Pumpe ber\u00fccksichtigen, nicht nur den st\u00f6rungsfreien Normalbetrieb.<\/p>\n<h2>Schritt f\u00fcr Schritt zum sicheren Aufbau der Zubringerleitung<\/h2>\n<p>Am Beginn steht die rasche, aber geordnete Einrichtung der Wasserentnahmestelle. Die Pumpe muss standsicher positioniert, die Saugleitung korrekt verlegt und die Wasserquelle auf ausreichende Ergiebigkeit gepr\u00fcft werden. Der Maschinist erh\u00e4lt klare Vorgaben zu F\u00f6rderstrom, Druckbereich und Kommunikationsweg. W\u00e4hrend des Betriebes ist eine m\u00f6glichst gleichm\u00e4\u00dfige Drehzahl anzustreben. St\u00e4ndiges starkes Auf- und Abregeln erschwert die Abstimmung mit den nachfolgenden Pumpen und erh\u00f6ht das Risiko von Druckschwankungen.<\/p>\n<p>Die Schlauchleitung wird entlang geeigneter und gesicherter Forstwege verlegt. Verlegeboxen oder Schlauchhaspeln unterst\u00fctzen einen raschen Aufbau, d\u00fcrfen aber nicht dazu f\u00fchren, dass die Leitung unkontrolliert \u00fcber Fahrbahnen, B\u00f6schungen oder quer \u00fcber Absturzbereiche l\u00e4uft. Bei Steilstrecken sind Schlauchreserven, Schutz gegen Abrieb und die Sicherung gegen Abrutschen einzuplanen. Neuralgische Gel\u00e4ndestufen k\u00f6nnen mit Faltbeh\u00e4ltern als Pufferspeicher entsch\u00e4rft werden. Bei \u00dcbungen in schwierigem Gel\u00e4nde hat sich gezeigt, dass solche Puffer gemeinsam mit Tankfahrzeugen und mehreren Entnahmestellen die Versorgung deutlich flexibler machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol>\n<li>Wasserentnahmestelle erkunden, Pumpe sichern und die Saugleitung fachgerecht vorbereiten.<\/li>\n<li>Leitungsweg markieren und auf Steigung, Engstellen, Fahrbewegungen sowie Gefahren durch Forstarbeiten pr\u00fcfen.<\/li>\n<li>Schlauchleitung abschnittsweise auslegen und Kupplungen, Dichtungen sowie Schutzstellen kontrollieren.<\/li>\n<li>Pumpenstandorte anhand von H\u00f6henprofil, Eingangsdruck und sicherer Erreichbarkeit festlegen.<\/li>\n<li>Leitung kontrolliert bef\u00fcllen, zuerst die tieferen Abschnitte stabilisieren und anschlie\u00dfend bergw\u00e4rts weiterarbeiten.<\/li>\n<li>Schieber langsam \u00f6ffnen und jede Druck\u00e4nderung \u00fcber Funk ank\u00fcndigen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Druckst\u00f6\u00dfe entstehen vor allem durch schnelles \u00d6ffnen oder Schlie\u00dfen von Schiebern, durch abruptes Abschalten einer Pumpe oder durch eine pl\u00f6tzlich ver\u00e4nderte Wasserabgabe am Angriff. Deshalb erfolgt die Bef\u00fcllung strukturiert von talw\u00e4rts nach bergw\u00e4rts. Die nachfolgende Mannschaft muss wissen, wann Wasser ankommt und welcher Druck erwartet wird. Organisatorische Schulungsunterlagen, etwa jene der <a href=\"https:\/\/www.lincolncountync.gov\/1610\/Lincoln-County-Fire-Rescue-Association\" target=\"_blank\">Lincoln County Fire &amp; Rescue Association<\/a>, zeigen, wie wichtig standardisierte Abl\u00e4ufe, eindeutige Zust\u00e4ndigkeiten und wiederholte praktische Ausbildung f\u00fcr technische Einsatzaufgaben sind.<\/p>\n<h2>H\u00e4ufige Fehlerquellen von Kavitation bis Schlauchplatzer beheben<\/h2>\n<p>Kavitation k\u00fcndigt sich am Maschinistenstand h\u00e4ufig durch unruhigen Pumpenlauf, ungew\u00f6hnliche Ger\u00e4usche, schwankende Druckanzeigen oder einen trotz steigender Motordrehzahl nicht erreichbaren Ausgangsdruck an. Ursache ist meist ein zu niedriger Eingangsdruck, eine eingeschr\u00e4nkte Wasserzufuhr, eine ung\u00fcnstige Saugh\u00f6he oder ein zu hoher F\u00f6rderstrom. In dieser Situation darf der Maschinist nicht einfach weiter aufdrehen. F\u00f6rderstrom und Drehzahl sind kontrolliert zu reduzieren, die nachfolgende Pumpe ist \u00fcber Funk zu informieren und die Ursache der St\u00f6rung muss gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Ein Pumpenausfall kann in einer steilen Relaisleitung gef\u00e4hrliche R\u00fcckstr\u00f6mungen ausl\u00f6sen. Je nach Aufbau helfen R\u00fcckschlagklappen, Druckbegrenzungsventile und klar festgelegte Abschaltfolgen, die Wassers\u00e4ule zu stabilisieren. Solche Einrichtungen m\u00fcssen zur verwendeten Ausr\u00fcstung passen und regelm\u00e4\u00dfig gepr\u00fcft werden. Auch Schl\u00e4uche und Kupplungen verdienen besondere Aufmerksamkeit: Abrieb, Knicke, scharfkantige Auflagefl\u00e4chen, \u00dcberdruck und besch\u00e4digte Dichtungen k\u00f6nnen zu Leckagen oder Schlauchplatzern f\u00fchren. Hochwertige Feuerwehrschl\u00e4uche nach den einschl\u00e4gigen Normen verbessern die Betriebssicherheit, ersetzen jedoch nicht die Sichtpr\u00fcfung vor und w\u00e4hrend des Einsatzes.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Kavitation:<\/strong> Eingangsdruck, Wasserzufuhr und F\u00f6rderstrom sofort kontrollieren.<\/li>\n<li><strong>Druckabfall:<\/strong> Nachbarpumpen informieren und nicht unkoordiniert die Drehzahl erh\u00f6hen.<\/li>\n<li><strong>R\u00fcckfluss:<\/strong> R\u00fcckschlag- und Druckbegrenzungseinrichtungen auf Funktion und richtige Einbaulage pr\u00fcfen.<\/li>\n<li><strong>Schlauchschaden:<\/strong> Abschnitt sichern, Druck kontrolliert reduzieren und besch\u00e4digte Teile austauschen.<\/li>\n<li><strong>Kommunikationsausfall:<\/strong> Ersatzkanal oder Melder einsetzen, bevor die F\u00f6rderleistung ver\u00e4ndert wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein funktionierendes Funkkonzept ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Relaisleitung. Jede Pumpe braucht eine eindeutige Bezeichnung, und Meldungen m\u00fcssen kurz, standardisiert und best\u00e4tigt werden. Besonders wichtig sind Ansagen zu Druck\u00e4nderungen, Pumpenstart, Pumpenstopp, Wasserabgabe, St\u00f6rungen und Wiederanlauf. Bei einer St\u00f6rung darf nicht nur die betroffene Pumpe reagieren. Die benachbarten Maschinisten m\u00fcssen synchron handeln, damit weder ein leer laufender Abschnitt noch ein gef\u00e4hrlicher \u00dcberdruck entsteht. Regelm\u00e4\u00dfige Abschnitts\u00fcbungen unter realistischen Hangbedingungen schaffen daf\u00fcr die notwendige Sicherheit.<\/p>\n<h2>Reibungslose L\u00f6schwasserversorgung im Ernstfall dauerhaft sichern<\/h2>\n<p>Eine stabile Relaisleitung beginnt lange vor dem Alarm. Gefahrenkarten, H\u00f6henprofile, bekannte Wasserentnahmestellen, m\u00f6gliche Pumpenstandorte und alternative Versorgungswege sollten f\u00fcr besonders exponierte Objekte und Waldgebiete vorbereitet sein. Bei \u00dcbungen sind nicht nur Aufbauzeit und F\u00f6rdermenge zu bewerten. Ebenso wichtig sind die Verst\u00e4ndlichkeit der Funkmeldungen, die sichere Bedienung der Pumpen, die Treibstoffversorgung, die Belastung der Mannschaft und das Verhalten bei einem Ausfall.<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit zwischen Wasserf\u00f6rderungszug und Angriffstrupps muss laufend \u00fcberpr\u00fcft werden. Der Angriff braucht verl\u00e4ssliche Informationen \u00fcber verf\u00fcgbare Wassermenge und Druck, w\u00e4hrend die Maschinisten wissen m\u00fcssen, ob sich die Abgabe am Strahlrohr ver\u00e4ndert. Mit einfachen Faustformeln, sorgf\u00e4ltig gew\u00e4hlten Pumpenstandorten, kontrollierter Bef\u00fcllung und disziplinierter Pumpenbedienung bleibt der Wassernachschub auch im Gebirge beherrschbar. So wird aus einer anspruchsvollen Hanglage ein planbarer Einsatzabschnitt, in dem Sicherheit, Mannschaftsleistung und L\u00f6schwirkung zuverl\u00e4ssig zusammenpassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herausforderung Steilhang bei Brandeins\u00e4tzen im alpinen Raum Brandeins\u00e4tze im \u00f6sterreichischen Bergland stellen die Wasserf\u00f6rderung vor besondere Herausforderungen. 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